ÜBER ALASKA WINTER

Hier der Versuch eines Lebenslaufs, übersichtlichkeitshalber unterteilt in Schwerpunkte…

Frühere Leben…
Nach einer abgeschlossenen Handwerker-Lehre und dem anschließenden Abitur über den zweiten Bildungsweg, beginnt Alaska Winter seine Popmusiker-Karriere schon Ende der 80er Jahre und bringt es als (wie er sich selbst bezeichnet) „ziemlich mäßiger“ Bassist und Sänger auf einige hundert Konzerte und mehrere Album-Veröffentlichungen und das sowohl beim Indie- als auch beim Major-Label.

90er Jahre. Erste Schritte als Produzent in London…
Anfang der 90er Jahre, nach einer mehrmonatigen und (O-Ton) „ebenso teuren wie missglückten“ Albumproduktion in England, entdeckt er (“leider zwangsweise”) sein Talent, auf der anderen Seite des Mischpults zu arbeiten. Eben nicht als Musiker, sondern als dessen Motivator, Regisseur und Ideengeber.

Erfahrungen an den unterschiedlichsten Orten…
So sammelt Alaska Winter mit der Zeit immer mehr Erfahrung in internationalen Studios und wird als Produzent bzw. Co-Produzent u.a. auch in Hannover (Horus-Sound), Weilheim (Uphon), Hamburg (Boogie Park Studio), London (Orinocco, Black Wing), Reykjavik (Syrland) oder im holländischen Hilversum (Wissellord-Studios) tätig.

Einflüsse…
Dabei trifft er auf verschiedene Studio-Größen, die seine persönliche (Weiter-) Entwicklung vom Indie-Popmusiker zum Studio-Profi maßgeblich beeinflussen. Als besonders lehrreich – und das im positivsten Sinne – betrachtet der Autodidakt Winter rückblickend seine (projektbezogene) Zusammenarbeit mit den Produzenten bzw. Sound Engineers Peter Schmidt (u.a.Echt), Moses Schneider (u.a. Tocotronic), Andreas „Boogieman” Herbig (u.a.Deichkind), Mario Thaler (u.a. The Notwist) sowie den beiden Mastering-Assen Ronald Prent (u.a. Prince) sowie Michael Schwabe (u.a. Wir sind Helden) .

New York – Inspirationssuche für das eigene Studio…
1998 begibt sich Alaska Winter für mehre Monate in die USA, um dort, inspiriert von der New Yorker Musik- und Studio-Szene, das Konzept für sein eigenes Tonstudio zu entwickeln, mit dessen Bau er schon Anfang 1999, unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Deutschland, beginnt.

Die Echolotstudios in Augsburg…
Anfang 2000, nach ca. einem Jahr Bauzeit, eröffnet er in Augsburg die Echolotstudios. Dieses Tonstudio wird die lokale Popszene der drittgrößten Stadt Bayerns maßgeblich mitprägen. Es kann kein Zufall sein: Zu Beginn des neuen Milleniums erfährt Augsburg beinahe über Nacht eine wundersame Imagewandlung von der grauen (Pop-)Maus zur überregional beachteten „Popcity“  und beinahe jede in diesem Zusammenhang nennenswerte Band hat irgendwie auch mit den Echolotstudios zu tun – oder zumindest mit dessen Macher.

Unterschiedlichste Referenzen…
Dennoch konzentriert sich Alaska Winter nicht allein auf die regionale Musikszene. Im Gegenteil. Große Bandbreite ist ihm wichtig. Ein Blick auf seine Referenzliste zeigt deutlich, wie frei der Pop-Produzent den Begriff „Pop” definiert…
Anajo, Lydia Daher, die Leopold Kraus Wellenkapelle, The Montesas, Bananafishbones, Ringsgwandl, HNO, The Cheeks, Nova International, Starter, NTS, Die Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen, Neo Rodeo und (ja,im Ernst!) Helge Schneider. Das sind nur einige der Künstler, für die Alaska Winter als Produzent, Co-Produzent oder Recording-Engineer tätig war. Und mit seiner Arbeitsphilosophie schafft er es auch stets, scheinbar unterschiedlichste Projekte unter einen Hut zu bringen.
So liefert er u.a. die Titelmelodie für einen mehrteiligen Fernsehfilm (mit Götz George in der Hauptrolle), produziert zusammen mit der Münchner Electronic Jazz-Band Liquid Loop den Soundtrack zu Doris Dörrie’s Kino-Erfolg „Nackt” (mit Heike Makatsch und Alexandra Maria Lara in den Hauptrollen), nimmt mit dem Schriftsteller Franz Dobler ein Hörbuch mit Gedichten von Jörg Fauser auf und arbeitet nach wie vor regelmäßig mit den unterschiedlichsten New-Comer-Bands zusammen, auch wenn weit und breit (noch) kein Label, Verlag etc. zu sehen ist. „Artist Developement” nennt er das.

Berater für (Groß-) Veranstaltungen…
Schon früh stellt Alaska Winter seine Kontakte und Erfahrungen auch als „beratender Dienstleister“ bei diversen Veranstaltungen zur Verfügung. So ist er u.a. schon in den späten 90er Jahren maßgeblich an der Gestaltung des Musikprogramms des Jugendkulturfestes XLarge in Augsburg beteiligt und prägt auch als Berater des Veranstalters das Gesamtkonzept dieser sehr erfolgreichen Veranstaltungsreihe erheblich mit. Doch auch bei Workshops ist er  tätig. Zum Beispiel auch in Verbindung mit dem „John-Lennon-Talent-Award“…

Die Band Anajo…
Gerade bei der Band Anajo, die Alaska Winter schon bei ihren ersten Demo-Tapes unter seine Fittiche nimmt, darf er sich getrost als „Entdecker” sehen. Das von ihm produzierte Album „Hallo, wer kennt hier eigentlich wen?” klettert 2007 bis auf Platz 52 der deutschen Albumcharts. Die Single „Wenn Du nur wüsstest” im Duett mit Suzie Kerstgens (Klee) ist 5 Wochen in den deutschen Single-Charts, platziert sich auch in Österreich und ist sechs Wochen lang die Nummer eins der deutschen Campus-Charts. Winter produziert noch zwei weitere Alben der Band, führt in drei Anajo-Videoclips die Regie und arbeitet rund zehn Jahre als Manager der Band.

Manager und Verleger…
Seit Sommer 2002 beginnt Alaska Winter sein “Pop-Gespür”  auch in den Bereichen Management und Verlagsarbeit einzusetzen. Der Verlagsriese Warner Chappell wird  auf ihn aufmerksam und bietet ihm eine eigene Verlagsedition an. Er gründet seine Edition “pop und die welt” und ist wenige Jahre später für eine kleine Auswahl an Künstlern (darunter z.B. auch Lydia Daher) auch beratend bzw. als Manager tätig.

International tätiger Live-Mischer…
Schon zu Beginn seiner Tonstudio-Zeit arbeitet Alaska Winter so oft es geht auch als Livemischer und steht u.a. im  Münchner Atomic Café bei Konzerten internationaler Bands an den Reglern. Und arbeitet er – sofern es sich zeitlich mit der Studioarbeit vereinbaren lässt – als Soundmann (und mehr)  Live-Sektor. So tourt Alaska Winter als Livemischer/Tourmanager durch Halb-Europa. U.a. mit der US-Indie-Rok-Formation Nada Surf, der britischen Pop-Legende Lloyd Cole, dem Kopf der Kultband Teenage Fanclub, Norman Blake, der US-Indie-Rocklegende Ken Stringfellow (The Posies), den britischen (Mit-) Erfindern des Gitarrenpops The Monochrome Set sowie der deutschen Wave-bzw. Krautock-Legende Fehlfarben. Außerdem ist er fester Soundmann der Hamburger Kult Band
Die Liga der Gewöhnlichen Gentlemen (Ex-Superpunk).

Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg…
Herbst 2008: Alaska Winter ist Mit-Initiator und Projektleiter eines bis dato noch nie da gewesenen Musikprojektes: Eine offizielle Kooperation zwischen einer Popband und einem wissenschaftlichen Institut. Die 12 Termine umfassende Tour von ANAJO & das Poporchester der Universität Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Leopold Mozart Zentrum weckt großes Medieninteresse und übertrifft sämtliche Erwartungen. Die Songs der Band wurden dazu für die aufgestockte Big Band der Uni Augsburg umarrangiert. Der Clou an der Sache: Für die Teilnahme an diesem Projekt gibt es für die Studenten einen (Seminar-)Schein. Dokumentiert wird das umfassende Konzept u.a. auch mit einer von Alaska Winter produzierten CD/DVD mit Live- und Studioaufnahmen sowie einem Tour- bzw. Konzert-Dokumentationsfilm (erschienen bei Tapeterecords).

Lokalpolitik…
Im Sommer 2008 entdeckt die Augsburger Lokalpolitik das Thema „Pop in & aus Augsburg“  als wirkungsvolles Wahlkampfthema, was teilweise zu sehr hitzigen Diskussionen führt. (Auch) Alaska Winter kritisiert öffentlich, dass hier eine frisch aufgeblühte lokale Pop-Szene  rigoros für Wahlkampfzwecke instrumentalisiert wird. Als die Stelle des „Popkulturbeauftragten“ geschaffen werden soll, macht Alaska Winter seine (als alternativer Gestaltungs-Vorschlag gehaltene) Initiativ-Bewerbung für diesen Posten öffentlich. Dabei erntet er enorme Medienaufmerksamkeit, die auch weit über die Grenzen der Stadt hinaus geht. Nach einem persönlichen Gespräch mit dem neuen Kulturreferenten zieht er seine Bewerbung jedoch entnervt zurück.

Studio-Schließung …
Im Herbst 2009 dann der Schock: Nach langen Debatten verkauft die Stadt Augsburg  trotz massiver Kritik aus den Medien das denkmalgeschützte Gebäude im Herzen der Stadt, in dem sich (u.a. auch) die Echolotstudios befinden. Der neue Besitzer will den Bau sanieren, seine zukünftige Nutzung komplett ändern und folglich andere Mieter suchen. Die erhoffte Hilfestellung von Seiten der Stadtregierung geht gegen null. Alaska Winter versucht ein passendes Miet-Objekt in Augsburg zu finden, in dem sich das Echolot-Konzept halbwegs finanzierbar weiterführen lässt. Doch ohne Erfolg! Die räumlichen Kompromisse und das finanzielle Risiko, die er eingehen müsste sind einfach zu groß. „Augsburgs schönstes Rock&Roll-Studio auf der ganzen Welt” muss seine Türen für imer schließen.

Die Augsburger Allgemeine schreibt über das Studio rückblickend:
(…) Die Echolotstudios und sein Macher Alaska Winter haben die Augsburger Popszene in den letzten zwei Jahrzehnten mitgeprägt. Anajo, Starter, Nova International und Lydia Daher produzierten hier, aber auch diverse nationale Bands wie z.B. die Bananafishbones oder HNO aus der Schweiz. Doch das Studio war auch ein gefragter Ausbildungsplatz. Gut ein Dutzend Praktikanten absolvierten hier ein Praktikum und auch die Ausbildung einer “Kauffrau für Audiovisuelle Medien” – die einzige in Schwaben – kann Alaska Winter voller Stolz vorweisen. Darüber hinaus war das Studio über Jahre hinweg Sponsor des BDJ-Wettbewerbs.

Auch das (über-) regionale und lokale Fernsehen beschäftigt sich mit dem Thema: Der Bayerische Rundfunk und Augsburg TV berichteten….

2010. Der Neustart…
Sommer 2010. Winter am Nachfolger von Echolot. Das neue Studio-Konzept soll schlanker und  flexibler werden und vor allem nicht mehr an einen Ort gebunden sein.
Sommer 2011: Es ist soweit. Das neue Projekt, welches neben der Komponente „Tonstudio“ auch noch viele weitere Bereiche abdeckt, geht an den Start.
And the winner is:  pop und die welt !!!